Am Sonntag, 30. Juli  lädt  der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einem Tag rund um den Pferdesport in sein Hagener Freilichtmuseum ein. Die Reiter, Pferde und Kutschengespanne zeigen dann im ganzen LWL-Freilichtmuseum, wie vielseitig Pferdesport ist.

Ab 11 Uhr sind die Reiter und Kutschen auf den verschiedenen Plätzen und Wegen im Museum zu sehen. Dabei gibt es etliche Gelegenheiten zur Unterhaltung, Informationsaustausch und zur Begutachtung. Ab 12 Uhr treffen sich die Pferdesportler zur offiziellen Präsentation auf der Wiese vor dem Schmiedemuseum. Hier können die Besucher alle Pferde und Kutschen gleichzeitig und aus nächster Nähe zu betrachten. Vom kleinen Shetlandpony bis zum mächtigen Friesenpferd von Trainingsvorführungen bis zum Voltigieren wird alles vertreten sein.

Der Pferdesportexperte, Turnieransager und ehemalige Vorsitzende des Kreisreiterverbandes Ekkehard Jandke stellt die unterschiedlichen Pferderassen, ihre historische Nutzung und den heutigen Einsatz vor. Ebenso erklärt er den Zuschauern die  verschiedenen Kutschentypen. Auch zehn Hundekutschen sind mit von der Partie, einige davon mit klassischer Hundeanspannung. Ein kleines Showprogramm zum Teil mit Musik präsentiert viele andere Aspekte zur Arbeit und dem Training mit Pferden. Das gesamte Showprogramm, unterbrochen von einigen Pausen, endet gegen 17 Uhr. Beim Zuschauen und auch zwischendurch während der Pausen haben die Besucher Gelegenheit bei persönlichen Gesprächen, sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten im Pferdesport bekannt zu machen.

Neben den Pferdesportvorführungen präsentieren einige Stände verschiedene Angebote. Zum Beispiel ist an diesem Tag ein Hufschmied vor Ort und führt sein Handwerk vor. Weitere Informationen rund um das Pferd bietet der Pferdewirtschaftsmeister und Chiropraktiker Timo Mölders an. Er stellt seine speziellen Trainingsweisen und Therapien für Pferde vor. Die auf Pferde und Hunde spezialisierte Tierfotografin Antje Jandke bietet ein Fotoshooting für die vierbeinigen, besten Freunde an. Auch mit dabei ist der Infostand der Interessengemeinschaft (IG) Welshponys sowie Stände mit praktischem und modischem

Zubehör für Ross und Reiter. Die jungen Besucher haben an diesem Tag auch die Möglichkeit, im Museum auf Ponys zu reiten.

 

Hintergrund

Bis in die 1950er und 1960er Jahre hinein waren unterschiedliche  Pferderassen als Zugpferde in der Landwirtschaft noch im Einsatz zu sehen, zuletzt meist aber nur noch zu Reklamezwecken, wie beispielsweise Kaltblüter bei Bierauslieferungen für Brauereien. Heute werden die meisten Pferderassen selten als Nutztiere gehalten, sondern für Freizeitzwecke. Einige Hobby-Züchter und Hobby-Halter haben sich aber inzwischen zu Interessengemeinschaften und in Reitvereinen zusammengeschlossen, um die verschiedenen, teilweise seltenen Rassen zu erhalten. Sie schätzen nicht nur die Optik sondern die Geschicklichkeit und das Können der Pferde beim Reiten, vor Kutschen sowie auch in den Bereichen Wald- und Feldarbeit.

 

Foto: Veranstalter

 

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