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Blaulicht

Frau mit dem Tode bedroht – Polizei weist auf Hilfsangebote hin

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Eine Hagenerin suchte am Mittwoch (15.07.) eine Polizeiwache auf, um eine Anzeige gegen ihren Ex-Mann zu erstatten. Der 23-Jährige habe sie nach ihren Angaben in der Vergangenheit mehrfach bedroht und auch körperlich angegriffen. Sie habe die Polizei häufig aus Angst nicht über die häuslichen Gewalten in Kenntnis gesetzt. Vor einigen Wochen habe sich die Hagenerin schließlich von dem 23-Jährigen getrennt. Zunächst sei es zu verbalen Streitigkeiten gekommen. Dann sei sie jedoch immer wieder mit dem Tode bedroht worden. Er habe ihr zudem bei einem Aufeinandertreffen mit einem Schlüssel in das Gesicht geschlagen. Die Polizisten leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung gegen den Hagener ein. Die Hagenerin erhielt unter anderem mehrere Informationen zu Hilfsangeboten.

Die Hagener Polizei möchte auch andere Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ermutigen, sich der Polizei, Freunden oder anderen Familienangehörigen anzuvertrauen. Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit. Es handelt sich um ein fundamentales Menschenrecht, das nicht nur im öffentlichen Raum, sondern ausdrücklich auch im privaten Bereich gilt. Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen der körperlichen, sexuellen oder psychischen Gewalt und kommt in allen Bildungs- und Einkommensschichten gleichermaßen vor.

Werden der Polizei Fälle von häuslicher Gewalt bekannt, wird sie sowohl auf repressive als auch auf präventive Weise tätig. Dabei pflegt und vermittelt sie unter anderem engen Kontakt zu Hilfsorganisationen, Beratungsstellen und Initiativen. Bei akuter Bedrohung, wählen Sie bitte die Notrufnummer 110! Die Polizei wird alles Erforderliche tun, um Sie zu schützen.

Auch das kostenlose Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der Telefonnummer 116 016 bzw. das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ unter 0800 123 9900 kann als Anlaufadresse genutzt werden. Die Beratung ist rund um die Uhr und in 18 Sprachen verfügbar. Auch Angehörige und Freunde von Betroffenen werden hier professionell beraten und begleitet. Für weiterführende Beratung steht auch das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen zur Verfügung. Sie erreichen die zuständigen Beamten unter den Telefonnummern 02331 986-3659 oder -3654.

(arn)

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Symbolfoto / Archiv

 

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