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Wald-Sprachcamp: Kinder entdecken die Natur und lernen die deutsche Sprache
Wer krabbelt eigentlich unter einem Stück Rinde und welche Tiere leben im Waldboden? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen insgesamt 45 Hagener Grundschulkinder im Alter von acht bis elf Jahren während des Wald-Sprachcamps in den Herbstferien auf den Grund.
Zum mittlerweile achten Mal lud das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) zu der zweiwöchigen Aktion ein, bei der Kinder die Natur im Fleyer Wald entdeckten und gleichzeitig die deutsche Sprache lernten. Naturerlebnis mit sprachlichem Lerneffekt Das Konzept verbindet gezielte Sprachförderung mit Natur- und Erlebnispädagogik. Statt Vokabeln am Schreibtisch zu lernen, erlebten die Kinder die Sprache unmittelbar im gemeinsamen Tun. Auf dem täglichen Programm standen jede Menge Abenteuer: Mit Becherlupen gingen die Kinder auf Entdeckungstour und beobachteten kleine Lebewesen des Waldbodens. Darüber hinaus erkundeten sie den Lebensraum Wald, sammelten Naturmaterialien und gestalteten daraus ihre eigenen „Waldwohnzimmer“ mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. Dabei wurde gemeinsam geplant, gebaut, ausprobiert und natürlich viel miteinander gesprochen. Für die nötige Stärkung sorgten eine warme Mittagsmahlzeit sowie gesunde Snacks. Wald- sowie Erlebnispädagoginnen und -pädagogen begleiteten die Gruppen. In diesem Jahr erhielt das Konzept eine besondere Erweiterung: Erstmals schulten zwei Lehrerinnen des Kommunalen Integrationszentrums die pädagogischen Fachkräfte gezielt darin, wie sich die sprachliche Förderung noch stärker in die Aktivitäten im Wald integrieren lässt. So wurde aus jedem gemeinsamen Erlebnis auch eine Gelegenheit, neue Wörter zu entdecken und die eigenen Sprachfähigkeiten weiterzuentwickeln. Mehr als ein Ferienprogramm Das Wald-Sprachcamp bot den Kindern damit weit mehr als ein abwechslungsreiches Ferienprogramm. In der Natur konnten sie ihre sprachlichen Fähigkeiten stärken, Selbstvertrauen gewinnen und eigene Erfahrungen sammeln. Durch das gemeinsame Erleben entstand ein gutes Miteinander, das Raum für neue Freundschaften ermöglichte. Die Teilnahme am Wald-Sprachcamp war kostenlos. Die Veranstaltung wurde durch das Landesjugendamt (LWL) finanziell gefördert und mit kommunalen Mitteln des KI Hagen realisiert. Für Rückfragen oder weitere Informationen steht Anja Schaube, Mitarbeiterin des KI, unter Telefon 02331/207-5803 oder per E-Mail unter anja.schaube@stadt-hagen.de zur Verfügung.
Foto: Stadtverwaltung
