Asylbewerber haben keinen rechtlichen Anspruch auf einen Deutschkurs. Erst mit der Anerkennung als Flüchtling, dürfen sie an einem Integrationskurs teilnehmen. Bis zur Anerkennung eines Asylantrags kann viel Zeit vergehen. Den Alltag ohne einfache Deutschkenntnisse zu meistern, ist für viele Asylbewerber ein großes Problem. In Hagen werden aktuell zwei Deutschkurse für Asylbewerber mit je zehn Unterrichtsstunden pro Woche angeboten, die noch bis zum Ende des Jahres laufen. Nicht nur der Erwerb der Sprache ist Gegenstand des Unterrichts, sondern besonders die Vermittlung von Kenntnissen zu Bewältigung des Alltags. So stehen Themen wie Gesundheit, Kindergarten, Schule und die Orientierung  vor Ort im Vordergrund des Unterrichts.

Einer der Kurse wird durch Spenden von Hagener Unternehmern unterstützt. Zu diesen gehören Ziya Cakmak (Sicatron GmbH& Co. KG, ehemaliger Vorsitzender des Integrationsrates). Ihm ist es gelungen, weitere Spender zu finden, wie A&M Reifen-Dienst, Aynur Akdeniz (Rechtsanwältin), Hakan Sahin (Lo-Pal GmbH) und Adem Export. Diese Unternehmer haben sich zusammengeschlossen unter der TGA  „türkischstämmige Geschäftsleute und Akademiker“. Ziele der TGA sind unter anderem die sozialen und gesellschaftlichen Projekte in Hagen und Umgebung zu fördern. Die Unterstützung der Sprachförderung von Flüchtlingen in Hagen war auch ein wichtiges Anliegen für die TGA. Durchgeführt werden die beiden Kurse vom Kommunalen Integrationszentrum und der VHS Hagen in Kooperation mit der Flüchtlingsberatung der Diakonie Mark-Ruhr.

 

Symbolfoto / Archiv

 

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