Der traditionell in Hagen beheimatete Düfte-Konzern Douglas will wachsen, heißt es in einer Presseinformation am Dienstag. Einige Zeilen später verrät das Unternehmen beinahe beiläufig, dass man diese Pläne nicht mehr als Hagener Unternehmen umsetzen will. Der Firmensitz werde nach Düsseldorf verlegt. Am ehemaligen Firmensitz in Hagen sollen einige „Backoffice-Abteilungen“ bleiben.

Etwa 400 der insgesamt 800 Arbeitsplätze sollen von der Standortverlegung betroffen sein. Als Grund für die Veränderungen gab das Unternehmen günstigere Arbeitsbedingungen nach der Zusammenlegung der Standorte Köln und Hagen an. Der Umzug soll bereits im kommenden Herbst abgeschlossen sein.

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz zeigte sich enttäuscht und verärgert über die Entscheidung des Unternehmens. Man habe die Verwaltung und Politik vor vollendete Tatsachen gestellt, statt vorher über die Pläne zu sprechen, sagte er in einer ersten Stellungnahme am Nachmittag. Dass der Standort an sich und damit auch die Politik Grund für den Umzug sein könnte, war für den Stadtchef kein Thema. Auch der Konzern wollte entsprechende Spekulationen zunächst nicht kommentieren.

 

Symbolfoto / Douglas

 

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